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Stelvin-Verschluss

Es wird oft vom Korkengeschmack oder von den chemischen Zusatzstoffen gesprochen,
die bei der Verarbeitung herkömmlicher Korken den Duft und den Geschmack des Weines verändern.

 

Wir haben vor vier Jahren damit begonnen, mit synthetischen Korken der Firma Supply Cork zu experimentieren, die fälschlicherweise Silikonkorken genannt werden, weil wir glaubten, sie seien die besten auf dem Markt. Leider wurden unsere Erwartungen enttäuscht: die Struktur dieser Korken verhärtet sich mit der Zeit und lässt Luft ins innere der
Flasche durch, wodurch der Wein sehr schnell oxidiert.
Es ist also nicht möglich, sie für unsere Weine zu verwenden, die einen Reifeprozess in der Flasche benötigen. Im Ausland haben wir dann herausgefunden, dass inzwischen Neuseeländer, Kalifornianer, Südafrikaner und Südamerikaner, alle schon seit Jahren den Drehverschluss ausprobiert haben, und zwar sowohl für Weiß- als auch für Rotweine.

 

Heute haben die Drehverschlüsse ein absolut hervorragendes technisches Niveau erreicht, was sich auch dadurch zeigt, dass sie auch für die Flaschenform hergestellt werden, die für Alterungsweine typisch ist: die Burgunderflasche. Die
verschiedenen Erfahrungen, die wir bisher machen konnten, gewähren eine sehr gute Haltbarkeit über acht bis zehn Jahre, während ältere Schraubverschlüsse diese nicht gewährleisten konnten.

 

 

 

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Der behandelte Kork verschmutzt den Wein (Interview mit Silvio Jermann)